
Wie unsere Seifen entstehen
Unsere Seifen entstehen im sogenannten Kaltverfahren. Es wird auch kaltgerührte Seifen genannt.
Öle & Fette werden geschmolzen

Öle und Fette werden in einem Topf geschmolzen.
Die Zusammensetzung ist je nach Seife individuell. Eine wichtige Zutat die in vielen Seiferezepten vorkommt, ist Olivenöl. Kokosfett ist eine weitere Basiszutat die oft verwendet wird.
Wir würden gerne mehr lokale Öle wie Raps und Sonnenblumenöl verwenden, dies ist aber nur begrenzt möglich.
Das Seifenrezept ist ausgeklügelt, viele Faktoren spielen eine Rolle, damit die Seife die gewünschte Konsistenz erhält.
Wasser und Natriumhydroxid

Destilliertes Wasser und Natriumhydroxid
werden vermischt.
Das Gemisch wird ca. 80 Grad heiss und ist stark ätzend, wir arbeiten immer mit Handschuhen und Schutzkleidung.
Eine Frage des Timings...

Nun gilt es die beiden Bestandteile auf eine Temperatur zwischen 40 und 45 Grad abzukühlen.
Und dies zeitgleich!
Die Hochzeit

Sind beide Flüssigkeiten auf die gleiche Temperatur abgekühlt, werden sie vorsichtig vermischt.
Dies nennt sich Seifenhochzeit.
Meditatives rühren

Nun heisst es rühren, rühren, rühren!
Beigaben

Die Masse wird zunehmend fester und heller.
Nun können Beigaben hinzugefügt werden:
- Düfte, zum Beispiel ätherische Öle oder Parfümöle.
- Farbpulver.
- Getrocknete Kräuter oder wie in diesem Beispiel blaue Tonerde.
Konsistenz im Auge behalten

Die Konsistenz der Seife ist stets gut zu beobachten.
Wenn sie zu dünn ist, muss gerührt werden.
Sie soll aber auch nicht zu rasch andicken damit ein problemloses abfüllen möglich ist.
Die sogenannte Spurbildung ist hier gut sichtbar.
Die Seife ist parat zum Abfüllen.
Abfüllen

Die Seifenmasse wird in unsere extra dafür hergestellten Formen abgefüllt.
Abdecken

Diese Seife wird nun abgedeckt.
Die meisten Seifen werden für 24 Stunden komplett eingepackt.
Die Seife wird nicht eingepackt, wenn Zutaten wie Milch, Honig oder ähnliches enthalten sind. Hier wäre die Wärmeentwicklung zu hoch.
Warm verpacken

Nun ruht die Seife 24 Stunden.
Die sogenannte Gelphase ist sehr wichtig für den Verseifungsprozess.
Die Seifenmacherin weiss, dass sie für die Produktion eines Seifenblocks Zeitfenster an zwei aufeinander folgenden Tagen freihalten muss.
Ausformen & schneiden

Nach 24 Stunden wird geprüft, ob die Seife bereit zum Ausformen ist. Falls nein, muss die Seife einen weiteren halben Tag ruhen, oder sie kann für kurze Zeit tiefgekühlt werden um diesen Prozess zu beschleunigen.
Im besten Fall wird die Seife ausgepackt und ausgeformt.
Dies ist immer ein spannender Moment.
Mit dem Seifenschneider wird die Seife geschnitten. Dieses Teil ist übrigens Marke Eigenbau - danke Michi!
Mit dem Sparschäler werden die Kanten geschnitten. Die Seife sieht hübscher aus und liegt angenehmer in der Hand.
Mit dem Seifenstempel drucken wir unser Logo oder andere Verzierungen auf.
Aus den Resten machen wir Putzmittel, Seifenkugeln, Schrankbeduftungen oder Badezusätze.
Es fehlt nicht an kreativen Ideen und Upcycling ist für uns selbstverständlich.
Reifen

Nun darf unsere Seife 1 – 2 Monate reifen.
Die meisten Seifen haben eine Reifezeit in diesem Zeitrahmen, es gibt aber auch Olivenölseifen, die bis zu einem Jahr reifen.
Nun schreiben wir den Produktionsbericht. Dieser wird, zur internen Qualitätskontrolle und für Behörden, für jede Seife erstellt.
Aufgrund des Produktionsberichtes werden die Inhaltsstoffangaben auf der Verpackung und die Chargennumer erstellt.

Abschluss
Jetzt ist die Seife fertig verpackt und kommt in den Laden.
Einige Arbeitsvorgänge sind hier nicht ersichtlich. Trotzdem sind sie für ein professionelles Seifen Business nötig. Wir möchten euch diese nicht vorenthalten:
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Überprüfen der Seifenqualität.
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Unterhalt des Seifenlagers.
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Kontakt zu Lieferanten von Rohstoffen und Material.
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Sammeln, trocknen und verarbeiten der Pflanzen-bestandteile unserer Seifen.
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Individuelle, jahreszeitenabhängige Verpackungen erstellen.
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Organisation und Durchführung der Märkte (ca. 25 mal jährlich nehmen wir an Märkten teil ).
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Übliche Buchhaltung und Organisation sämtlicher Unterlagen.
Arbeiten mit Pflanzen
Fast alle Pflanzen die wir verarbeiten stammen aus Eigenanbau.
Das hegen, trocknen, sammeln und verarbeiten der Pflanzen ist ein wichtiger und "gfreuter" Teil des Seife machens.









